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Liberté. Egalité. Fraternité.

Die Welt ordnet sich neu. Die Weichen für eine neue Weltordnung werden gestellt. Wir befinden uns nun mittendrin in diesem weitreichenden Prozess! Deshalb ist auch politisch und gesellschaftlich so vieles in Aufruhr. In den letzten Jahren haben international einige Persönlichkeiten politisches Parkett betreten, die hier sind, um alles mächtig aufzumischen und damit der Erneuerung auf der Welt zu dienen. Dies jedoch auf sehr unterschiedliche Weise. Nicht jede Vorgehensweise mag uns dabei auf den ersten Blick als sinnvoll oder neuzeitlich erscheinen. Aber wirksam sind sie in den meisten Fällen und verfehlen ihren Zweck ganz und gar nicht …

Viele Nationen sind in Bewegung, in einem grundlegenden Wandel begriffen. Regierungen und ihre Strukturen werden getestet. Fundamente wollen erneuert werden, Veraltetes und Ausgedientes muss losgelassen werden. Das verhält sich bei Nationen, Regierungen und politischen und gesellschaftlichen Systemen nicht anders als bei jedem Einzelnen von uns. Nichts bleibt unangetastet von dem immer stärker werdenden Wind der Veränderung, der nichts anderes von uns will, als pure Erneuerung und Weiterentwicklung – kollektiv wie individuell.

Jede Nation hat derzeit so ihre Herausforderung. Man denke an den Brexit, der in Grossbritannien und Europa die Gemüter der Politiker beschäftigt und die politischen Strukturen und Bündnisse zutiefst einer Prüfung unterzieht. Oder man schaue in die USA, wo ein Mann eine Nation spaltet und international ein mächtig unberechenbares Durcheinander veranstaltet. Was überall bei genauem Hinsehen zu erkennen ist: Die Handlungen der Regierungen fordern das Volk; die Bürger und ihre Entscheidungen fordern ihre Führung; und alle ihre Befindlichkeiten und Prüfungen tangieren alle anderen auf der Welt. Mal mehr, mal weniger. Alle Seiten fordern einander heraus. Und jeder tut dies auf seine ganz eigene Weise!

Eine andere Nation, deren Regierung und Volk ebenso tiefgreifend herausgefordert sind, ist Frankreich. Ein Land, das ich persönlich sehr mag und mir sehr am Herzen liegt und ich ihm deshalb den ersten Blog des neuen Jahres widme. Das ist aber nicht der einzige Grund. Denn weiter wird es von einem Mann angeführt, mit dem es sich aus Sicht seines individuellen Potentials, seiner kollektiven Aufgabe und seiner energetischen Eigenheit sehr spannend zu beschäftigen ist. Und zudem passt der Wahlspruch der Französischen Republik – «Liberté. Egalité. Fraternité.» – zur aktuellen Zeit wie ein Fisch ins Wasser. Die drei Worte verdeutlichen im Grundsatz, worum es für uns alle geht – als Individuum, als Gesellschaft. Freiheit, Gleichheit und Brüderlichkeit. Ja, darum geht es – ohne dass dabei jedoch Eigenverantwortung, Individualität und Freiheit des Menschen in Frage gestellt werden! Dies sei an dieser Stelle unbedingt gesagt, um jegliche Missverständnisse bei der Interpretation der drei Begriffe zu vermeiden.

Tja, «La Grande Nation» ist wie viele andere in Unruhe geraten, und es gilt auch für sie, neue Lösungen zu finden und nicht mehr länger an veralteten Strukturen festzuhalten. Regierende haben sich in der jüngeren Geschichte immer wieder daran gemacht, sich diesem Unterfangen zu widmen. Jedoch ohne Erfolg. Jeder, der sich daran versucht hat, ist danach am politischen Himmel schnell untergegangen.

Nun ist ein neuer Stern aufgetaucht, im wahrsten Sinne des Wortes: Emmanuel Macron. Der junge französische Präsident, der seit 2018 im Amt ist. Dessen Aufstieg am politischen Himmel ein Beweis dafür ist, welche grossen und kleinen Wunder sich heutzutage ereignen und wie das Undenkbare plötzlich zur Realität wird. Tja, er ist nun da – und auch er versucht sich erneut an der für Frankreich eigentlich unumgänglichen Aufgabe, die es jedoch bisher immer vehement von sich gewiesen hat. Gerade heute titelte ein deutschsprachiges Nachrichtenportal zur aktuellen Lage im Elysée Palast: «Das Junggenie im Fegefeuer.» Und dies bringt es gut auf den Punkt. Man könnte schon fast meinen, die Journalisten kennen Macrons individuelle Prägung.

Wie gesagt – keinem ist es in jüngerer Zeit gelungen, das Land sozialpolitisch und wirtschaftlich in die längst fällige Erneuerung zu führen und das Volk in mehr Eigenverantwortung zu führen. Wird es Macron nun schaffen? Weshalb sollte es gerade ihm gelingen, wenn zuvor so viele starke Geister daran gescheitert sind?

Übergeordnet betrachtet ist Macron zu dieser Aufgabe berufen und nicht zufällig in die Position des Regierenden aufgestiegen. Seine Bestimmung ist es, mit Hilfe der ihm gegebenen Erneuerungskraft Transformation zu ermöglichen. Als ein Mensch mit besonderen seelischen Qualitäten, der über enorme regenerative und verantwortungsbewusste Energien verfügt und dem aufgetragen ist, als ein Verantwortung Tragender Wandlung machtvoll herbeizuführen – wenn er denn auf seine innere Führung hört und weise vorgeht.

Sein Schicksal ist eng mit diesem von Frankreich verknüpft – und umgekehrt. Nicht nur sein Land befindet sich in einer starken Transformationsphase, Macron selbst in seiner individuellen Entwicklung ebenfalls an einem kritischen Punkt seines Lebens, der ihn vor harte Prüfungen stellt. Seine persönlichen Prägungen verdeutlichen, dass er sich in einem Lebenszyklus befindet, der ihn dazu auffordert, seine Persönlichkeit einer tiefen Wandlung zu unterziehen und dafür offen zu sein, neue Standpunkte einzunehmen. Persönlich steht er vor einer echten Reifeprüfung.

«Le Président de la République» bringt grundsätzlich die Kraft und Macht mit, Frankreich von Grund auf zu verändern und zu erneuern. Und es spricht vieles dafür, dass er die Zeichen der Zeit für sich selbst und in Bezug zur Lage seines Landes wahrzunehmen versteht. Vieles deutet darauf hin, dass er die an ihn persönlich gestellte Herausforderung annimmt und erkennt, was er in seiner Handlungsweise zu verändern hat, damit seine Ideen und wegweisenden Visionen für andere annehmbar werden. Und dass er spürt, was es benötigt, um die Krise zu meistern, die Menschen durch die Zeit des nicht nur leichten transformativen, sondern auch schmerzhaften Übergangs bis hin zur gewinnbringenden Erneuerung erfolgreich anleiten zu können.

Gelingt es ihm, der Regierung und den Bürgern – also den Franzosen insgesamt, offen für einen gemeinsamen Weg in das Neue zu gehen, steht ihrem Land eine brillante Entwicklungsperiode und neue Blütezeit bevor. Zudem wird damit die Gefahr einer rechtspopulistischen Regierungsübernahme gebannt – etwas, das sich zwar keiner wirklich vorstellen kann und will, was aber nicht undenkbar wäre, wenn Macron scheitert.

Wenn Macron 2019 übersteht und seine persönlichen Wachstumsaufgaben annimmt, wird er wohl länger fest im Sattel sitzen und das Land integer durch den von ihm in Gang gebrachten Erneuerungsprozess führen. Nicht nur Frankreich, sondern uns allen ist zu wünschen, dass es ihm gelingen möge, die Franzosen an ihre Erneuerung heranzuführen und gemeinsam mit ihnen endlich anzupacken. In diesem Sinne: Vive la France!

Mehr zu Frankreich und seiner nationalen Aufgabe ist auch zu lesen in: „WIR SIND. In sich das Gemeinsame entdecken“ (C.N. Kloess, 2016)

Deutschland und der Wandel.

Wie jeder Einzelne verfügt auch jedes Land über ein Ausgangspotential und steht für besondere Themen, derer es sich anzunehmen hat. Nicht nur der Einzelne hat eine Berufung, sondern Nationen ebenso. Diese orientiert sich an evolutionären Entwicklungsaufgaben. Ebenso wie jeder Einzelne mit seiner Kraft von Nutzen für die Gemeinschaft zu sein hat, haben wir uns als Kollektiv in Form einer Nation mit unseren nationalen Stärken zum Gedeihen der Weltgemeinschaft und zugunsten der Weltentwicklung einzubringen. Wie sich eine Nation entwickelt, mit Herausforderungen umgeht und in Verbindung mit anderen tritt, hängt letztlich von ihrem (kollektiven) Nationalitätsbewusstsein ab. Einerseits ergibt sich dieses aus der Historie und andererseits wird es von den Menschen und ihrem Umgang mit Vergangenheit und Gegenwart genährt.

Das, was in Deutschland passiert, ist eine grosse Chance für nachhaltige Erneuerung.
Der Schritt in das Neue will erfolgen, ohne dass dabei bewährte Werte verloren gehen.

Aktuell befindet sich unser Nachbarland Deutschland – wie viele andere Länder wie die USA oder Frankreich – in starken Veränderungsprozessen. Die Wahlen Ende September 2017 haben bestätigt, wie viel im Inneren dieser nationalen Seele gärt. Dass eine Partei den Sprung in den Bundestag geschafft hat – welche ganz und gar nichts mit neuem Gedankengut am Hut hat, von sich jedoch behauptet, das Land vorwärts bringen zu wollen – soll uns sehr wachsam werden, aber bitte nicht in Angst verfallen lassen. Diese Partei ist als Katalysator zu verstehen, um den Weg für die wirklich Fortschrittlichen zu ebnen (sofern diese das nicht verschlafen). Durch seine Präsenz löst dieser politische und unbewusst agierende Neuankömmling im Bundestag national vieles aus, erzeugt starke Gegenkräfte – und bewegt dadurch etwas. Die Wahlergebnisse vom 24. September 2017 sollen als Weckruf, Alarmsignal und Aufruf verstanden werden, nicht länger in alten, festgefahrenen Bahnen zu verweilen, sondern neue Wege zu gehen, ohne dabei jedoch in alte unbewusste Muster zu verfallen.

Es gilt, neu zu denken, neu zu gestalten, neu zu sein –
was auch bedeutet, aktuellen Herausforderungen mit neuen Lösungen zu begegnen.
Das ist aber nicht so einfach und deshalb kann es nicht schnell gehen.
Alles braucht seine Zeit, nichtsdestotrotz darf der Moment nicht verschlafen werden.

Als eine der Wenigen in der deutschen Parteienlandschaft hat es die FDP verstanden, sich neu zu erfinden, sich zu erneuern und vorwärts zu schreiten. Sie weiss nur allzu gut und aus eigener, zeitnaher Erfahrung was es bedeutet, sich vom Alten zu verabschieden und das Neue zu wagen. Nur wenn wir wissen, wovon wir sprechen, sind wir authentisch und können wirkungsvolle Arbeit leisten.

Zu einer starken eigenen Identität zu finden, zählt zu den Aufgaben vieler Nationen.
Für Deutschland ist das jedoch von zentraler Bedeutung.

Die Aufgabe der Nation ist es, die eigene Macht anzunehmen und konstruktiv auszudrücken. Die ihr verliehene starke Kraft soll, darf und muss in transformierter Weise eingesetzt und neu verstanden werden. Sie darf keinesfalls wiederholt missbraucht und falsch interpretiert werden, sondern die von Grund auf existierende Stärke und das tief verankerte Selbstbewusstsein wollen wohlwollend und verantwortungsbewusst zum Einsatz kommen.

Aktuelle Geschehnisse unterstützen die Nation und ihre Bürger dabei, ihr Bewusstsein zu schärfen und die Fähigkeit, Verantwortung zu übernehmen, zu stärken. Brisante innenpolitische Entwicklungen wie beispielsweise das Aufkeimen rassistischer Gruppierungen aufgrund der großen Anzahl an Flüchtlingen sind als nationaler Prüfstein zu verstehen. Es handelt sich zugleich um Warnsignale, die den Zweck verfolgen, das Bewusstsein der gesamten Nation wachzurütteln, um sich definitiv von alten Weltbildern loszulösen, Ausgleich herzustellen und den Extremismus, der eine unreife und unausgeglichene Ausdrucksform von Stärke ist, zu verabschieden.

Der Umgang mit aktuellen und künftigen innen- wie außenpolitischen Herausforderungen wird zeigen, wie weit sich diese Nationenseele ihres Auftrages bewusst ist und bereit ist, sich geistig zu erneuern. Man wird sehen, ob sie bereit und reif dafür ist, ihre Energien in einem neuen Bewusstsein zum Ausdruck zu bringen. Es wird sich verdeutlichen, ob sie die Herausforderungen mit einem neuen, gesunden Selbstbewusstsein meistert und nicht mehr in alte extremistische Verhaltensweisen zurückfällt. Ignoranz, Intoleranz und Abschottung sind Gift für die gesunde Entwicklung der deutschen Nation. Für Deutschland geht es vor allem auch darum, den Mittelweg zwischen extremer Abgrenzung und absoluter Grenzenlosigkeit einzuschlagen. Mitgefühl zu zeigen und zu leben ist wichtig, doch darf dabei die Verantwortung gegenüber sich selbst nicht vernachlässigt werden. Eine Öffnung ohne Verlust der Eigenheiten gelingt dann am besten, wenn sie bewusst und kontrolliert vonstatten geht.

Drücken wir Deutschland die Daumen!

Mehr über Deutschland und die Aufgabenstellung anderer ausgewählter Nationen sind in „WIR SIND. In sich das Gemeinsame entdecken.“ (Christine Kloess, 2016, tao.de in Kamphausen Mediengruppe) nachzulesen.